Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.
Paweł Pawlikowski wurde 1957 in Warschau geboren und verließ Polen mit 14 Jahren zunächst nach Großbritannien, Deutschland und Italien, bevor er sich 1977 in Großbritannien niederließ. Er studierte Literatur und Philosophie in London und Oxford. Pawlikowski begann in den späten 1980er Jahren, Dokumentarfilme für die BBC zu drehen. Seine Dokumentarfilme, darunter FROM MOSCOW TO PIETUSHKI, DOSTOEVSKY’S TRAVELS, SERBIAN EPICS und TRIPPING WITH ZHIRINOVSKY gewannen zahlreiche internationale Preise, darunter einen Emmy und den Prix Italia. 1998 wandte er sich dem Spielfilm zu, zunächst mit dem Low Budget Fernsehfilm „Twockers“, gefolgt von den Kinofilmen LAST RESORT und MY SUMMER OF LOVE mit Emily Blunt, für die er die Drehbücher schrieb und Regie führte. Beide Filme wurden u.a. mit dem BAFTA und zahlreichen weiteren Preisen auf Filmfestivals weltweit ausgezeichnet. 2011 drehte er DIE GEHEIMNISVOLLE FREMDE mit Ethan Hawke und Kristin Scott Thomas. Sein Film IDA gewann 2015 u.a. den Oscar als Bester Fremdsprachiger Film, fünf Europäische Filmpreise, einen BAFTA und einen Goya. Das Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (2018), brachte Pawlikowski drei Oscar-Nominierungen und zahlreiche Preise ein, darunter den Preis für die Beste Regie in Cannes sowie fünf Europäische Filmpreise, u.a. für den Besten Film und die Beste Regie. 2025 drehte er den Kurzfilm MUSE auf der sagenumwobenen griechischen Insel Hydros.
Pawlikowski lebt seit 2013 in Warschau und unterrichtet Filmregie und Drehbuch an der Wajda School.
Der deutsche Schauspieler Hanns Zischler (Thomas Mann) war aus zwei Gründen von dem Projekt angetan: Ihn beeindruckte die Qualität des Drehbuchs, und er freute sich über die Gelegenheit, mit Paweł Pawlikowski zusammenzuarbeiten. Er erklärt dazu: „Das Drehbuch hat mich aus einem ganz einfachen Grund angesprochen: Es ist kein Versuch, Thomas Mann in seiner Gesamtheit zu erfassen und alle Einzelheiten seines Lebens darzustellen. Nachdem ich IDA und COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE gesehen hatte, wusste ich, dass Paweł eine ganz eigene Art hat, die Wirklichkeit darzustellen und filmische Welten erschafft. Es war eine sehr interessante Perspektive auf einen Mann, den man als seltsam, kontrollierend und manchmal sogar als kaltherzig bezeichnen kann.“
Sandra Hüller (Erika Mann) fand das Drehbuch sehr detailliert und lernte daraus viel über Erikas Persönlichkeit: „Da wir uns nur auf diesen speziellen Zeitraum konzentrieren, in der Erika mit ihrem Vater zum ersten mal nach dem Krieg nach Deutschland zurückkehrt, habe ich nicht so viel recherchiert, denn das Drehbuch war sehr präzise. In dieser besonderen Phase ihres Lebens wird sie von Trauer und Verantwortungsgefühl getrieben – Gefühle, die jeder Mensch nachempfinden kann.“ Pawełs Regie-Methoden waren für Hüller eine neue Erfahrung: „Paweł ist so etwas wie ein Bildhauer: Er formt das Bild und schafft einen Raum. Man muss in diesen Raum treten. Sobald man drin ist, ist man relativ frei, und er mischt sich nicht allzu sehr ein. So habe ich vorher noch nie gearbeitet. Ich bin eher an eine freiere Herangehensweise gewöhnt, bei der man mit den Schauspielerinnen und Schauspielern beginnt und alles um sie herum aufbaut. Es war sehr interessant, aber auch auf eine Weise einsam, was für die Figur im Film vielleicht ganz gut war.“
August Diehl (Klaus Mann) war zunächst von der Klarheit, der Tiefe, der Poesie und der Genauigkeit des Drehbuchs beeindruckt. Auch Pawełs künstlerische und offene Herangehensweise an die Arbeit mit den Schauspielerinnen und Schauspielern überzeugten ihn. „Als ich Paweł zum ersten Mal traf, merkte ich, dass er immer noch Dinge ausprobierte, dass er noch nach etwas suchte. Er war keiner von diesen Regisseuren, die sich am Drehbuch festhalten und dir sagen, was du tun sollst. Es ging darum, gemeinsam zu suchen, Dinge auf verschiedene Arten zu versuchen. Es ist ein bisschen wie beim Musik machen, wenn zwei Musiker gemeinsam nach einer dritten Sache suchen, nach etwas, das sich nicht greifen und schwer beschreiben lässt. Ein Ton, ein Rhythmus und in diesem Fall – ein Bild. Ich mochte diese Arbeitsweise sehr. Und mir gefiel besonders, wie Paweł alles immer weiter reduzierte, Dinge wegließ und so dafür sorgte, dass es sich einfach, notwendig und vertraut anfühlte.“
Die Familie Mann
Der deutsche Schriftsteller Thomas Mann zählt zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist bekannt für intellektuelle Tiefe, psychologische Scharfsinnigkeit und die Auseinandersetzung mit einer Vielzahl von Themen wie Kunst, Politik und Reichtum.
Thomas Mann gelingt es, komplexe politische und gesellschaftliche Themen auf eine sehr zugängliche Weise zu beschreiben, erklärt Hanns Zischler: „Ich würde sagen, dass Thomas Mann einer der einflussreichsten deutschen Schriftsteller war, der über vielfältige Themen wie die Krise des Bürgertums, Politik, Sexualität und Familie schrieb. All dies sind gewissermaßen Grundpfeiler der modernen Gesellschaft. Er hatte ein feines und ausgeprägtes Gespür und beschrieb diese Krisen auf vielfältige Weise. Er konnte etwas als politisches Problem, aber auch als Konflikt zwischen Männern und Frauen darstellen.“
Mann wurde zu einem entschiedenen Kritiker des Nazi-Regimes und setzte sich für Demokratie und gegen Faschismus ein, was dazu führte, dass er ausgewiesen wurde, als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen. Hanns Zischler dazu: „Thomas Mann versuchte, eine öffentliche Persönlichkeit zu sein und sich zu Wort zu melden, manchmal auf sehr seltsame Weise. Aufgrund seiner politischen Ansichten könnte man ihn bis zum Ersten Weltkrieg als erzkonservativen Literaten bezeichnen. Dann hatte er Einsicht und begann, seine Meinung zu ändern und die Gesellschaft und Politik jener Zeit anders zu betrachten. Der Wendepunkt kam für ihn, als er nicht nach Deutschland zurückkehren konnte, also schrieb er in den Vereinigten Staaten weiter. Als er dann schließlich zurück kam, sah er ein gespaltenes Land vor sich, was zwangsläufig zu einer Identitätskrise führen musste. Er war ein Mann, dessen Wurzeln gekappt wurden.“
Vier Jahre nach Kriegsende kehrte Thomas Mann zum ersten Mal nach 16 Jahren im Exil nach Deutschland zurück, um den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt entgegenzunehmen. Diese Reise war die Inspiration für VATERLAND. Wie Zischler ausdrückt: „Der Film ist keine biografische Erzählung seiner Rückkehr nach Deutschland, sondern beleuchtet, wie Mann mit mindestens zwei sehr einschneidenden Erlebnissen konfrontiert wird: Das eine ist der Tod seines Sohnes Klaus. Das andere ist die Heimkehr in ein gespaltenes Land. Als er zur Verleihung des Goethe-Preises reiste, geschah das in einer sehr kritischen Zeit für ihn persönlich und für das politische Leben in Deutschland.“
Sandra Hüller hatte Thomas Mann in der Schule gelesen und behielt in Erinnerung, dass er sowohl in seinem Leben als auch in seinem Schreiben eine sehr rätselhafte Gestalt war: „Ich erinnere mich, dass ich seine Werke gelesen und verstanden habe, dass er eine interessante Persönlichkeit war – nicht nur in der Literatur, sondern auch in seinem Leben. Seine Reden an die Deutschen, die er in Los Angeles aufgenommen hatte, wurden in Deutschland neu veröffentlicht, was ihn mir noch näher brachte, denn ich fand es großartig, wie er versuchte, die deutsche Öffentlichkeit zum Kampf gegen den Faschismus zu motivieren. Er ist jedoch auch ziemlich widersprüchlich, denn als Mensch war er meiner Meinung nach sehr unnahbar. Man konnte nie wissen, was er gerade dachte und bekam nie Gesten der Zuneigung von ihm. Seine Liebe für andere drückte er auf sehr spezielle Weise aus.“
Zwei von Manns Kindern, Erika und Klaus, waren selbst berühmte kulturelle Persönlichkeiten. Erika Mann war Schauspielerin, Schriftstellerin, Rallyefahrerin und politische Aktivistin. Klaus Mann war Romanautor und Essayist. Wie ihr Vater gingen beide während der Zeit des Nationalsozialismus ins Exil und engagierten sich im intellektuellen Widerstand gegen den Faschismus.
August Diehl hält die Beziehung zwischen Vater und Sohn – in ihren Texten und in ihrem Leben – für sehr interessant und dynamisch: „In ihren Texten gibt es Unterschiede. Klaus suchte nach etwas, das sich nicht erklären und nicht beschreiben lässt. Ich habe Klaus immer als jemanden gesehen, dem es an Vollkommenheit mangelte. Es gibt viele ähnliche Familien, in denen es ebenfalls darum geht, aus dem großen Schatten des Vaters herauszutreten.“
Für Sandra Hüller ist die Beziehung zwischen Erika und Klaus gleichzeitig schön und tragisch, wenn man berücksichtigt, wie eng sie als Geschwister beieinander waren: „Erika und Klaus bezeichneten sich selbst als Zwillinge. Sie machten alles gemeinsam. Sie reisten zusammen. Sie machten Kabarett zusammen. Sie schrieben zusammen. In den Jahren vor Klaus’ Tod wurde es für Erika immer schwieriger, mit ihm zusammen zu sein. Denn man weiß ja, dass Menschen, die an einer Depression leiden, selbst wenn man sie sehr liebt, dazu tendieren, einen mit in ihre eigene Dunkelheit zu ziehen. Erika weigerte sich, ihm dorthin zu folgen, deshalb ging sie auf Abstand.“
Eines der Themen, die Paweł Pawlikowski in diesem Film und anhand der Familie Mann im Exil beleuchten wollte, war der Gedanke von Heimat und Zugehörigkeit. Er beschreibt es folgendermaßen: „Ich musste mein Land verlassen, als ich jung war. Ich lebte in Deutschland, Frankreich und für eine lange Zeit in England. Vor dreizehn Jahren ging ich zurück nach Polen, um dort zu leben, was natürlich ein ganz anderes Polen war, als das, was ich vor vielen Jahrzehnten verlassen hatte. Deshalb kenne ich das Gefühl der Heimatlosigkeit, das Thomas Mann und seine Kinder im Film erleben, und ihre Suche nach einer ‚Heimat‘ sehr gut.“
Sandra Hüller und August Diehl gingen zusammen auf die Schauspielschule, daher freute sie sich sehr, dass er im Film ihren Bruder spielen würde: „August und ich kennen uns jetzt schon seit dreißig Jahren und wir haben fast nie zusammen gespielt. Niemand ist auf die Idee gekommen, uns gemeinsam in einem Film zu casten. Er ist sehr besonders und ich finde, dass er die perfekte Besetzung für Klaus Mann ist, weil sie eine sehr ähnliche Energie besitzen.“
Paweł Pawlikowski erinnert sich daran, wie fasziniert er bisweilen von Sandras Darstellung der Erika war: „Sie ist intelligent und sehr intuitiv, und sie hat diesen zusätzlichen Gang, den sie noch einlegen kann. Es gab einige Takes, bei denen ich eine Gänsehaut bekam, nicht weil sie Emotionen schauspielerisch darstellte – was sie niemals tut –, sondern weil sie so treffend, so echt waren. Man konnte ihre Intentionen überhaupt nicht spüren, es ist einfach geschehen. Später habe ich mir Sandra hunderte Male angesehen, wie man das in der Postproduktion tut, und da hatte ich wieder Gänsehaut. Sogar während der Farbkorrektur, als ich mir ihr Gesicht ohne Ton ansah.“
Hanns Zischler war beeindruckt von Sandras Bescheidenheit und der Beständigkeit ihrer Leistung: „Ihre Darstellung strahlt in jedem Film, in dem sie mitspielt, eine intuitive Brillanz aus. Sie hat diese anziehende Ausstrahlung – ohne jeglichen Glamour. Sie ist sehr selbstbewusst und auch sehr ausgeglichen.“
August Diehl erinnerte sich daran, dass Hanns Zischler auch in seinem ersten Film seinen Vater gespielt hatte, und freute sich darauf, die Beziehung in diesem Film neu zu interpretieren: „Hanns Zischler war mein Vater in meinem allerersten Film, ein Vater, den ich nicht mochte und der streng war. Jetzt ist es genauso. Aber Hanns ist ein Gentleman. Ich erinnere mich immer an ihn als einen ruhigen, freundlichen und höflichen Menschen, mit dem ich gute Gespräche geführt habe. Er denkt nach, bevor er spricht.“
Die Reise in einem Buick
VATERLAND spielt an einem Wendepunkt der Weltgeschichte, als Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in zwei getrennte Staaten geteilt wurde, mit zwei grundverschiedenen Ideologien. Wie bei seinen früheren Filmen wollte Paweł Pawlikowski die Geschichte seiner Figuren vor dem Hintergrund politischer Umbrüche erzählen, ohne jedoch das Gefühl zu haben, die Geschichte erklären zu müssen: „Ich glaube nicht, dass man Geschichte im Film erklären kann. Die meisten historischen Filme gehen von einem bestimmten Narrativ oder einer Theorie aus und versuchen, diese durch Figuren und einen bestimmten Plot zu veranschaulichen. Für mich wird Geschichte erst dann lebendig, wenn sie anhand konkreter Figuren, Beziehungen und Situationen dargestellt wird, und diese sind immer komplex, oft auch paradox. Erklären und Veranschaulichen schränken die Bedeutung ein, sie lassen einen die Absichten des Autors klar erkennen und machen das Kino zunichte.“
Thomas und Erika Mann reisen in einem schwarzen Buick von Frankfurt nach Weimar, einer Limousine, die in den Augen von Hanns Zischler als eine Art Zeitmaschine fungiert, die die beiden durch das sich wandelnde Land transportiert: „Du steigst in dieses Auto ein und in einen Traum. Ich denke, dass Paweł das Auto als Traummaschine benutzt. Das Auto selbst sorgt für einen Fluss. Es führt dich aus dir selbst heraus. Genau das geschieht mit diesen Figuren und in gewisser Weise hilft ihnen das Auto dabei, über sich hinauszuwachsen.“
Als Paweł Pawlikowski Manns Biografie gelesen hatte, fühlte er sich direkt von dem Bild dieses schwarzen Buicks angezogen: „Ich fand es ein großartiges Bild, wie Mann in dieser amerikanischen Luxuslimousine durch die Trümmer der Nachkriegslandschaft fährt. Ich liebe die Roadmovies der 1970er Jahre. VATERLAND ist natürlich kein richtiges Roadmovie, vieles passiert in Hotels, aber die Reise ist gewissermaßen der Schlüssel. Wenn ich so darüber nachdenke – das erste Mal habe ich Hanns Zischler in Wenders’ Roadmovie-Klassiker IM LAUF DER ZEIT von 1970 gesehen.“
Da Erika als ehemalige Rallyefahrerin diejenige ist, die Thomas Mann in diesem Auto durch das Land fährt, musste Sandra Hüller lernen, wie man mit solch einem besonderen Fahrzeug umgeht: „Es gibt in Leipzig einen Mann, der in einem Oldtimer-Museum arbeitet und genau so einen Buick besitzt, wie ihn Thomas Mann gefahren hat. Er hat uns gestattet, damit das Fahren zu üben, was am Anfang ziemlich beängstigend war, weil dieses Auto so groß und schwer ist und ganz anders funktioniert als unsere heutigen Fahrzeuge. Man braucht dafür viel Kraft in den Armen, gleichzeitig ist es auch sehr empfindlich. Es ist ein wunderschönes Auto und ich bin sehr froh, dass wir die Gelegenheit bekamen zu lernen, wie man damit fährt.“
Die Nachkriegslandschaft
Da der Film in einer Zeit der Zerstörung und der Wiedergeburt spielt, war es wichtig, dies vor der Kamera nachzubilden. Paweł Pawlikowski beschreibt es so: „Die Herausforderung bestand darin, eine Welt in Trümmern zu erschaffen, in einer Welt, in der es keine Trümmer gibt. Also verbrachten wir viel Zeit damit, durch Niederschlesien zu reisen, jenen Teil Polens, der vor dem Zweiten Weltkrieg zu Deutschland gehörte und der über die passende Architektur verfügt. Wir fuhren monatelang umher und hielten Ausschau nach verfallenen Gebäuden, Fabriken, Burgen…Mir war von Anfang an klar, dass wir den Zuschauer in diese Zeit und an diesen Ort versetzen mussten, ohne Archivaufnahmen zu verwenden. Deshalb habe ich diese lange Kamerafahrt konzipiert, in der Thomas und Erika in das zerstörte Frankfurt einfahren. In der Stadt Legnica fanden wir diese lange, heruntergekommene Straße mit deutscher Architektur, und wir haben einen großen Teil des Budgets dafür verwendet, eine verwüstete Stadtlandschaft nachzubilden. Das war unser ‚Money Shot‘. Die Szene verdeutlicht, dass wir uns in einer Welt in Trümmern befinden, die langsam wieder zum Leben erwacht. Die Produktionsdesigner haben großartige Arbeit geleistet. Die Statisten haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen.“
Der Produktionsdesigner Marcel Sławiński weist auf den künstlerischen Ausdruck hin, der bei der Arbeit an Spielfilmen im Gegensatz zu Dokumentarfilmen zum Tragen kommt. Er führt weiter aus: „Wir drehen einen Spielfilm, keine Dokumentation. Dadurch kreieren wir für die Zuschauer nicht nur eine Illusion, die die historischen Fakten der damaligen Zeit und aus Thomas Manns Leben widerspiegelt, sondern wir schaffen auch einen emotionalen Raum und eine zeitlose Vision.“
Katarzyna Sobańska, die andere Hälfte des unzertrennlichen Produktionsdesigner-Duos, erinnert sich an ihr erstes Treffen mit Paweł Pawlikowski zu IDA: „Es wurde uns klar, dass die Zusammenarbeit mit ihm ganz anders werden würde als alles, was wir bisher getan haben. Er bezieht uns in diese offene Zusammenarbeit mit ein und sorgt dafür, dass wir immer weiter suchen und keinen Stein auf dem anderen lassen, bis er gefunden hat, was er braucht. Obwohl er aus dem Dokumentarfilm-Bereich kommt, sind Pawełs Sensibilität und seine Arbeitsweise die eines Poeten. Marcel und ich beschreiben unsere Zusammenarbeit mit ihm in etwa so, als würden wir versuchen, Bilder unter seinen Augenlidern hervorzuziehen…“
Marcel ergänzt: „In der Praxis läuft es häufig so ab, dass wir Paweł all diese Dinge zum Spielen geben und dann beginnt er, Sachen herauszunehmen und alles auf ein paar wesentliche Elemente zu reduzieren, ganz nach der Devise ‚weniger ist mehr’.“
Die Kostümbildnerin Ola Staszko hat für den Entwurf der Kostüme die Werke von Thomas Mann erneut gelesen, um ein besseres Verständnis davon zu bekommen, wer er war: „Auch wenn sein Werk nicht wirklich widerspiegelt, wie er sich gekleidet hat, war es gut, ein Gefühl für sein Umfeld zu bekommen. Ich habe mir Archivaufnahmen aus dem Jahr 1949 und dem Nachkriegsdeutschland angesehen. Es war eine seltsame Zeit, da das Land in zwei Länder aufgeteilt wurde, das eine vom Westen beeinflusst und das andere von der Sowjetunion. Das war sehr spannend für mich als Polin, weil man die Dinge plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet.“
Darüber hinaus bedeutete Pawełs Entscheidung für Schwarz-Weiß, dass Ola bei der Auswahl der Farben für die Kostüme auf die Kontraste achten musste: „Für die Kostümabteilung ist das etwas ganz anderes. Jedes Mal, wenn wir Schwarz-Weiß verwenden, lerne ich etwas daraus, denn natürlich neigen wir intuitiv dazu, an bestimmte Farben zu denken und mit einem bestimmten Farbspektrum zu arbeiten. Bei Schwarz-Weiß-Filmen geht es in erster Linie um den Kontrast, was bedeutet, dass man manchmal sehr ungewöhnliche Farben miteinander kombinieren muss, um das gewünschte Bild zu bekommen.“
Der Haarstylist und Maskenbildner Waldemar Pokromski hat zu Beginn seiner Recherchen für dieses Projekt authentische Unterlagen und Akten durchgesehen. Er erklärt: „Ich habe mir ziemlich viel Zeit genommen, um verschiedene Quellen durchzugehen. Genau wie Paweł war es mir wichtig, über den Vordergrund und die Darsteller hinauszuschauen und etwas zu vermitteln, das sich dahinter abspielt. Diese zweite Kulisse musste mit unseren Figuren koexistieren. Besonders in historischen Filmen ist es wichtig, dass die Zuschauer wissen, in welcher Zeit sie sich befinden – das erreichen wir durch Make-Up und Kostüme. Wenn eine Figur eine Jacke aus den 1940er-Jahren trägt, und eine passende Frisur, dann wissen wir genau, dass es um eine Geschichte aus der Nachkriegszeit geht.“
Waldemar hatte schon vorher mit Sandra Hüller zusammengearbeitet, daher freute er sich, gemeinsam mit ihr und Paweł nun Erika Mann zum Leben zu erwecken. „Paweł und ich suchten nach dem entscheidenden Element für Sandras Look, denn wir waren alle daran gewöhnt, dass sie blond war, aber als Erika konnte sie nun einmal nicht blond sein. Wir sprachen darüber, ihr Haar zu färben, wogegen Sandra zunächst Einwände hatte, doch schließlich konnten wir uns auf eine dunklere Farbe einigen. Da der Film in Schwarz-Weiß gedreht wurde, musste ihr Haar nicht richtig schwarz sein – es reichte aus, dass es dunkelblond war, was im Film wie schwarz wirkte. Erika hatte zudem eine ziemlich außergewöhnliche Frisur, wie man auf Fotos und in Dokumentationen sehen kann, und es gelang uns, diese nachzugestalten.“
Paweł Pawlikowski arbeitete bei VATERLAND erneut mit dem Kameramann Łukasz Żal zusammen: „Łukasz ist der perfekte Partner. Wir gehen eine Art Symbiose ein und gestalten alle Einstellungen gemeinsam. Er bringt sich voll und ganz in den Prozess und die Ästhetik eines jeden Films ein, den er dreht. Er hat kein Ego, was selten ist in dieser Branche, sondern ganz viel positive Energie und Freude. Und wenn er in seinem Element ist, ist er nicht zu bremsen und kämpft bis zum bitteren Ende für das Bild, das wir haben wollen, auch wenn sich alles gegen uns wendet und ich schon versucht bin, aufzugeben und weiterzugehen.“
Der Einsatz von Schwarz-Weiß unterstreicht für Łukasz die Bescheidenheit und die Einfachheit des Filmemachens und der Geschichte: „Der Film spielt 1949 und wir wollten ihn eher wie eine Reportage, eine Dokumentation gestalten. Wir wollten die Kamera nicht ohne guten Grund bewegen. Wir setzen Bewegung ein, wenn es etwas Bedeutsames gibt. Wir wollten nicht, dass der Film in seiner Beleuchtung zu ansprechend wirkt – wir wollten diese Strenge beibehalten, die wir in den Fotografien von Thomas Mann aus der damaligen Zeit gesehen hatten.“
Seit er seine Karriere als Kameramann mitten in den Dreharbeiten zu IDA begonnen hatte, nachdem der ursprüngliche Kameramann ausgestiegen war, arbeitet Łukasz mit Paweł zusammen. „Die Zusammenarbeit mit Paweł prägte meine Art, Filme zu drehen. Sie bereitet mir große kreative Freude, genau davon habe ich geträumt, als ich noch Student war. Ich hatte nie wirklich Interesse daran, schöne Bilder zu schaffen. Das Wichtigste war immer, bedeutsame Dinge darzustellen und dafür die richtige Form zu finden. Jeder Film mit Paweł ist eine erstaunliche Reise, auf der wir immer etwas Neues entdecken. Alle seine Filme sind eine Reflexion über das Leben – es gibt zwar eine Handlung, doch dahinter verbergen sich so viele universelle Themen und Ideen.“
Beim Ton arbeitete Paweł Pawlikowski am Set eng mit dem Tonmeister Tarn Willers zusammen und in der Postproduktion mit dem leitenden Tonschnittmeister und Tonmischer Lars Ginzel, um die emotionale Kulisse für die Vater-Tochter-Beziehung und die Welt des Jahres 1949 zu gestalten. Lars Ginzel war beeindruckt von der Musikalität in Pawełs Filmen. „Nicht nur die eigentlichen Musikstücke, von denen viele live am Set eingespielt wurden, sondern auch seine Szenen haben oft eine gewisse musikalische Qualität. Ein Großteil der Arbeit in der Ton-Postproduktion konzentrierte sich daher auf den Rhythmus und den Fluss der Szenen, um das Bild, den durch die Darbietungen der Schauspielerinnen und Schauspieler vorgegebenen Rhythmus sowie den Schnitt zu unterstreichen. Durch die Verwendung des schmalen Academy Formats, die Bildkomposition und die sparsame Bewegung möchte Paweł das, was das Publikum sieht, beschränken. Vieles scheint außerhalb dieser Bildausschnitte zu passieren, wird nur angedeutet, also spielt der Ton zwangsläufig eine wichtige Rolle. Aber wir haben versucht, das in einer sehr unaufdringlichen, unsichtbaren Art und Weise umzusetzen. Den sowjetischen Checkpoint mit Personen- und Fahrzeugkontrollen zum Leben zu erwecken, oder die Kantine vor und nach den Öffnungszeiten, oder Goethes Haus mit seiner unheimlichen Stille und dem knarrenden Boden – das war genauso wichtig wie die Gestaltung der Störungen, die die interkontinentalen Telefonate unterbrachen. So echt sie sich anhören – all diese Geräusche wurden in der Postproduktion kreiert und sorgfältig gestaltet. Die meisten Menschenansammlungen mussten komplett neu nachvertont werden, da die Statisten kein Deutsch sprachen. Auf diese Weise schufen wir Stimmungen, die von lebhaften Bankett-Besuchern, die tanzten und jubelten, bis hin zu einer nah aufgenommenen, ruhigen, intimen Unterhaltung zwischen Erika und Betty an der Bar reichten.“
Die Rückkehr ins Heimatland
Für August Diehl beschreibt der Film VATERLAND die Unfähigkeit „etwas zu retten, das zum Verfallen verurteilt ist, und diese letzte Reise durch ein Land zu unternehmen, das gerade im Begriff ist, geteilt zu werden. Thomas Mann sieht, dass das Deutschland, das er kannte, in Trümmern liegt und unternimmt eine letzte Reise, um zu versuchen, es zu retten. Gleichzeitig sieht er, dass das unmöglich ist. Es geht um die Schönheit des Verfalls.“
Für Sandra Hüller geht es darum, sich angesichts von Widrigkeiten zu behaupten und an seinen eigenen Gedanken und Ideen festzuhalten: „In dem Film geht es darum, eine Haltung gegenüber der Welt einzunehmen und wie man diese bewahrt und sich nicht von persönlichem Leid unterkriegen lässt. Wir leben in einer Zeit, in der nichts mehr wirklich wichtig zu sein scheint, und in der das Mindset, das wir bei Thomas und Erika sehen, offenbar verschwunden ist. Ich denke, der Film erinnert uns daran, dass es tatsächlich möglich ist, Rückgrat zu zeigen.“
Hanns Zischler
als Thomas Mann
Seit den 1970er Jahren ist Hanns Zischler in unzähligen deutschen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. von Regisseuren wie Wim Wenders, Peter Handke, Peter Lilienthal und Rudolf Thome (mit dem er insgesamt acht Spielfilme drehte).
Einem breiteren deutschen Publikum wurde der in Nürnberg geborene Schauspieler 1976 in IM LAUF DER ZEIT von Wim Wenders bekannt. 2000 erhielt er zusammen mit dem Schauspiel-Ensemble für PARADISO – SIEBEN TAGE MIT SIEBEN FRAUEN den Silbernen Bären der Berlinale für die Herausragende Leistung. Zischler arbeitete auch für viele internationale Produktionen, u.a. von Filmemachern wie Claude Chabrol, Andrew Birkin und István Szabó. 2005 spielte er die Rolle des Mossad-Agenten Hans in Steven Spielbergs MÜNCHEN. Es folgten Filme wie TAGE DES ZORNS (2008) von Ole Christian Madsen, IM WINTER EIN JAHR (2008) von Caroline Link, HILDE (2009) von Kai Wessel, Helmut Dietls ZETTL (2012) und DIE WOLKEN VON SILS MARIA (2014) von Olivier Assayas. In den letzten Jahren war er u.a. in SERVUS PAPA – SEE YOU IN HELL von Christopher Roth, DIE THEORIE VON ALLEM (2023) von Timm Kröger sowie CRANKO (2024) von Joachim Lang zu sehen.
Neben seiner Arbeit als Schauspieler ist Hanns Zischler auch als Autor, Erzähler, Fotograf und Editor tätig. 2020 wurde sein Debütroman „Der zerrissene Brief“ veröffentlicht, 2025 erschien sein Essay „Der Bleistift“.
Sandra Hüller
als Erika Mann
Sandra Hüller gehört zu den renommiertesten deutschen Schauspielerinnen der Gegenwart und beeindruckt in unterschiedlichsten Rollen mit intensiven Darstellungen und starker emotionaler Präsenz. Sie begann ihre Schauspielkarriere am Theaterhaus Jena und am Schauspiel Leipzig, nachdem sie ihr Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin abgeschlossen hatte. Sie stand seither auf zahlreichen angesehenen Bühnen im gesamten deutschsprachigen Raum und wurde für ihre Theaterrollen mehrfach ausgezeichnet.
Bereits ihre erste große Filmrolle in Hans-Christian Schmids REQUIEM (2006) brachte ihr den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis und den Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin ein. Auch für ihre Darstellungen in Nanouk Leopolds BROWNIAN MOVEMENT (2010), Jan Schomburgs ÜBER UNS DAS ALL (2011) und Frauke Finsterwalders FINSTERWORLD (2014) erhielt sie mehrere Filmpreise. In der Hauptrolle in Maren Ades Kultfilm TONI ERDMANN (2016) begeisterte Sandra Hüller Publikum und Kritiker gleichermaßen und wurde u.a. mit dem Europäischen Filmpreis, dem Deutschen Filmpreis sowie dem Bayerischen Filmpreis geehrt. Der Film gewann zahlreiche internationale und nationale Filmpreise und eine Oscar-Nominierung als Bester Fremdsprachiger Film. Es folgten Rollen in IN DEN GÄNGEN (2018) von Thomas Stuber, ICH BIN DEIN MENSCH (2021) von Maria Schrader sowie SISI UND ICH (2023), für den sie erneut für Frauke Finsterwalder vor der Kamera stand. 2023 war sie zudem mit zwei international gefeierten Filmen beim Filmfestival in Cannes zu Gast – Jonathan Glazers zweifach Oscar-prämiertem THE ZONE OF INTEREST sowie ANATOMIE EINES FALLS von Justine Triet, der die Goldene Palme in Cannes gewann und Hüller eine Oscar-Nominierung sowie zahlreiche weitere Preise einbrachte. 2026 wurde sie für ihre Rolle in Markus Schleinzers Drama ROSE zum zweiten Mal mit dem Silbernen Bären bei der Berlinale ausgezeichnet. In DER ASTRONAUT – PROJECT HAIL MARY (2026) übernahm sie ihre erste Rolle in einer großen Hollywood-Produktion. 2026 wird sie neben VATERLAND zudem als Ingeborg Bachmann im Dokudrama INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR sowie in der Komödie DIGGER von Alejandro G. Iñárritu zu sehen sein.
August Diehl
als Klaus Mann
August Diehl studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Gleich seine erste Rolle als Hacker Karl Koch in Hans-Christian Schmids 23 – NICHTS IST SO WIE ES SCHEINT (1998) machte ihn deutschlandweit bekannt und brachte ihm den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Darsteller ein. Es folgten zahlreiche Auftritte in verschiedenen deutschen und europäischen Film- und Fernsehproduktionen, u.a. an der Seite von Daniel Brühl in WAS NÜTZT DIE LIEBE IN GEDANKEN (2004), neben Charlotte Gainsbourg und Pete Doherty in der französisch-deutsch-britischen Koproduktion CONFESSION (2012) und in der Bestsellerverfilmung NACHTZUG NACH LISSABON (2013). Für die Darstellung des Protagonisten in Andres Veiels WER WENN NICHT WIR (2011) gewann Diehl den Preis als Bester Darsteller auf dem Europäischen Filmfestival von Sevilla. Mit seiner Rolle als SS-Sturmbannführer Dieter Hellstrom in Quentin Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS (2009) schaffte August Diehl den Sprung nach Hollywood und war in den Folgejahren beispielsweise an der Seite von Angelina Jolie in SALT (2010) zu sehen. 2017 übernahm Diehl die viel beachtete Hauptrolle in DER JUNGE KARL MARX von Raoul Peck. 2019 arbeitete er mit Terrence Malick für EIN VERBORGENES LEBEN zusammen, der im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes uraufgeführt und von der Kritik äußerst positiv rezipiert wurde. 2024 spielte er in DER MEISTER UND MARGARITA und BONHOEFFER. 2025 übernahm er die Titelrolle in Kirill Serebrennikovs DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE, für die er den Deutschen Filmpreis erhielt. Demnächst wird er an der Seite von Gillian Anderson und Daniel Brühl in der Netflix-Miniserie „The Boys from Brazil“ zu sehen sein, Peter Morgans Adaption des Romans von Ira Levin.
Nach zahlreichen Engagements an großen deutschen Bühnen ist August Diehl seit der Spielzeit 2013/2014 Ensemblemitglied am Burgtheater in Wien. Darüber hinaus ist er Gitarrist der Band „Hands up – Excitement“.
Devid Striesow
als Johannes R. Becher
Cast
Hanns Zischler
Thomas Mann
Sandra Hüller
Erika Mann
August Diehl
Klaus Mann
Devid Striesow
Johannes R. Becher
Fritzi Haberlandt
Kellnerin
Milan Peschel
Armin Schaufelberger
Enno Trebs
Wolfgang Wagner
Theo Trebs
Wieland Wagner
Anna Madeley
Betty Knox
David Menkin
Arthur Quint
Waldemar Kobus
Mayor Frankfurt
Daniel Wagner
Sergei Ivanovich Tiulpanov
Joanna Kulig
Sängerin
Crew
Regie
Paweł Pawlikowski
Drehbuch
Paweł Pawlikowski, Henk Handloegten
Produktion
Mario Gianani, Lorenzo Mieli, Ewa Puszczyńska, Jeanne Tremsal, Edward Berger, Dimitri Rassam, Lorenzo Gangarossa
Kamera
Łukasz Żal
Schnitt
Piotr Wójcik, Paweł Pawlikowski
Musik
Marcin Masecki
Ton
Lars Ginzel, Tarn Willers
Szenenbild
Katarzyna Sobańska, Marcel Sławiński
Kostümdesign
Aleksandra Staszko
Hair & Make up
Waldemar Pokromski
Casting
Nina Haun, Magda Szwarcbart, Karen Lindsay Stewart
Produktionsleitung
Marcin Kupiecki
Ausführende Produktion
Efe Cakarel, Michael Weber, Viola Fügen, Andrea Scarso, Timo Argillander, Ognjen Dizdarevic, Ilaria Zazzaro, Luke Rivett, Matthieu Prada, Julien Delajoux, Matthias Nicodeme